FC Viktoria Neupotz
  Klaus in Amerika
 


 

 

Klaus Hammer besucht in Amerika seinen Freund Randy Martin

 
Ein lange geplanter Besuch bei seinem langjährigen Freund in Sacramento, Kalifornien kam endlich zustande. Vom 05.09. bis 18.09.2012 weilt Klaus bei seinem Freund.
 
Randy war erstmals 1977 mit der amerikanischen Jugendmannschaft „Edmonds Ufos“ in Neupotz und fand viele Freunde, nicht nur bei uns.
 
Hier ein Zwischenbericht der Reise von Klaus Hammer und ein Interview mit Randy über eine Freundschaft, die nach über 35 Jahren immer noch Bestand hat.
 
Klaus Hammer schreibt:
Als vor über 35 Jahren die erste internationale Jugendbegegnung über die Bühne ging, konnte man noch nicht überblicken, was sich hier entwickeln würde, nämlich eine Freundschaft über so lange Jahre. Nun stand er wieder vor mir am Flughafen in Sacramento nach einer Reise von über 22 Stunden. Er ist etwas fülliger geworden, wie auch ich, aber die Herzlichkeit ist dieselbe, so wie ich ihn immer erlebt habe. Das Ziel, unsere lange Freundschaft zu pflegen, ist auch das Ziel unserer Begegnung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Meine Reise ist durchgeplant, das habe ich sofort erfahren. Ein paar Tage in seinem Haus in Sacramento, San Francisco, Yosemite National Park, Lake Tahoe  werden unsere Stationen sein, bevor es wieder nach Hause geht. Was noch kommt, werden wir sehen.
 
Mit welchem Menschen ich es zu tun habe, der Neupotz so in sein Herz geschlossen hat, sollen die FCN- Leser heute in einem Interview erfahren. Er ist Arzt und Spezialist für Infektions- und Lungenkrankheiten, dadurch auch für Krebskranke. Ich durfte bereits seinen Arbeitsplatz (Intensivstation) sehen. Er leitet diese Station. Etwa 90 % der Fälle, so sagt er,  können geheilt werden. Bei denjenigen, denen man nicht helfen kann, wird versucht, ein würdevolles und schmerzfreies Sterben zu ermöglichen.
 
Klaus bei seinen Gastgebern und Freunden LeeAnn und Randy Martin


Hier das Interview:
Klaus: Wenn du den Namen Neupotz  hörst, was fällt dir spontan ein?
 
Randy: Gute Freundschaft und Gemütlichkeit.
 
Klaus: Du warst 19 Jahre alt, als du nach Neupotz bzw. nach Deutschland kamst. Nun wirst du am 13.09. 2012 55 Jahre, wievielmal hast du danach noch Neupotz oder Deutschland besucht, was waren deine schönsten Zeiten und was war wichtig für dich?
 
Randy: Fünf Mal war ich in Deutschland und natürlich in Neupotz. Für mich waren die Begegnungen in Neupotz und auch mit anderen Fußballteams, wie z. B. der Kontakt zu der englischen Mannschaft mit Chris und Alan, heraus zu heben. Auf Grund meiner guten Kontakte zu Neupotz kam ich auch nach England. Aus diesen Kontakten heraus besuchte sogar eine englische Mannschaft unsere Stadt Seattle. 1979 kam ich als Student für drei Monate nach Heidelberg in das Max-Planck-Institut. In dieser Zeit besuchte ich immer wieder über die Wochenenden meine deutschen Freunde. Ich konnte daher die Freundschaften vertiefen.
 
Klaus: Du bist heute Arzt und Chef im Krankenhaus für die Abteilung Intensivstation für schwerstkranke Menschen, zum Teil im letzten Stadium. Wie geht man damit um, wenn der Tod einen ständig begleitet?
 
Randy: Die Arbeit mit jungen Menschen beim Wrestling (Ringen) lässt mich manche Probleme verdrängen. Das ist mein Ausgleich für die schwere und intensive Arbeit mit den schwerstkranken Menschen. Auch die Fotografie hilft mir dabei.
 
Klaus: Ich hatte dich gefragt, ob du eventuell Kontakte zu amerikanischen Fußballklubs aufnehmen kannst, damit wir beim FCN eventuell prüfen können, ob wir eine solche Reise nach 1976 und 1986 nochmals unternehmen können. Wie siehst du die Chancen dafür?
 
Randy: Ich habe versucht, Kontakte mit Soccer Clubs aufzunehmen. Ich denke, es ist heute schwieriger als früher, internationale Jugendbegegnungen durchzuführen. Ich hoffe aber immer noch, dass ich Interessenten finde. Sobald ich etwas höre, werde ich mich melden.
 
Klaus: Kennst Du noch einige Spieler vom FC Neupotz und an welche kannst du dich besonders erinnern?
 
Randy: Natürlich, zum Beispiel an Stefan Gehrlein. Er hat mich ja auch schon mit seiner Familie besucht. Er war 15 Jahre alt, als ich ihn kennen lernte und dann kam er als ein Familienvater. Das war schon etwas Besonderes. Seine Unbekümmertheit war verloren, denn nun musste er Verantwortung tragen für eine Familie. Ich denke natürlich auch an Berni, der ja leider verstorben ist. In der Amerikatruppe, so wie ich sie immer gesehen habe, hatte er seine besten Freunde. Wir werden heute Abend zusammen ein Bier auf ihn trinken. Wir hatten sehr viel Spaß miteinander. Überhaupt schätze ich die große Herzlichkeit und Gastfreundschaft meiner Neupotzer Freunde.

 

Klaus Hammer zu Besuch bei Randy. Hier der zweite Teil des Berichtes von Klaus Hammer:

 

Endlich konnte ich den vielen Einladungen der letzten Jahren folgen und die Besuche erwidern. Insgesamt fünfmal war Randy bereits in Neupotz und bei anderen Freunden (z.B. in Bellheim). "Ich möchte einen Teil zurückgeben von dem, was ich erhalten habe bei meinen Besuchen in Neupotz" so Randy Martin, der zum ersten Mal 1977 mit den Edmonds UFO´s (amerikanische Jugendmannschaft aus Seattle) in Neupotz zu Gast war.

Es war für mich eine beeindruckende Reise mit vielen Höhepunkten die Sicherlich unvergessen bleiben.

Ankunft in Sacramento war für mich am 05.09.2012 gegen 20.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MESZ 06.09.2012). Die Abholung am Flughafen war für Randy selbstverständlich und sehr herzlich. Gegen 21.00 Uhr kamen wir bei ihm zu Hause an. Was ich vorher schon wusste, und worauf ich mich auch eingestellt hatte, war die Tatsache, dass 3 ausgewachsene Hunde auf mich warten würden. Randys Frau Lee Ann züchtet auch diese Rasse. Da sie keine Kinder haben ist dies die große Leidenschaft seiner Frau. Alle begrüßten mich sehr herzlich.
Am nächsten Morgen gegen 6,00 Uhr ging es wieder zum Flughafen, Randy´s Bruder Gerry kam extra von Seattle geflogen, um uns bei unserem einwöchigen Tripp zu begleiten. Auch Gerry war bereits in Neupotz zu Gast, somit war ein Kennenlernen auch nicht mehr notwendig.

Gegen 11,00 Uhr ging es weiter ins Krankenhaus in Sacramento, wo Randy die Intensivstation leitet. Zuvor bat er mich jedoch, für seine Büroangestellten in ihrer Arbeitspause ein paar Lieder zu spielen . Ich spielte 3 Lieder und meinen neuesten Song, exklusiv für meinen Besuch bei Randy geschrieben, „California I miss you“. Was ich am nächsten Tage erfahren habe war die Tatsache, dass 1 Stunde nach meinem Auftritt das Lied bei „youtube“ zu hören war. Für mich unglaublich, da dieser Song in Deutschland überhaupt keiner kannte.“ Das sind die Amerikaner“.

Ein Schnelldurchlauf durch die Intensivstation und dann wieder nach Hause zu Randy. Kaum angekommen, kam ein LKW angefahren. Ich fragte Randy, was da los sei und er sagte: „Das ist alles für die Klaus Party morgen Abend“ . Dann wurde ausgeladen: Fässer, Stühle, Tische, Schirme, Besteck, Teller, Abfalleimer und Wannen für Eis. Anschließend wurde Beleuchtung über die ganze Terrasse angebracht. Was dann kam verschlug mir die Sprache: Eine Statue, „der Bachus“, wurde mit 2 Leuten hereingetragen. Er sollte über allem stehen. Die Party stieg dann am nächsten Tag. Randy hatte ca. 20 seiner Freunde eingeladen. Es fehlte natürlich an nichts, und es gab alles was das Herz begehrte an Getränken und Essen. Der musikalische Part war natürlich mir vorbehalten, was ich auch gerne tat. Die alten Songs von damals, die ich damals für die amerikanischen Jugendmannschaften schrieb, und natürlich durfte der FC Neupotz Song nicht fehlen. Randy kannte diesen Song ja auch schon auswendig. Auch die neuesten Lieder konnte ich spielen, die ich in Deutsch geschrieben habe. Zuvor habe ich die Lieder in Englisch erklärt. Ein unvergesslicher Abend ging zu Ende, und es sollte nicht das letzte Erlebnis dieser Art sein.
Am nächsten Morgen, nachdem der LKW wieder alles abgeholt hatte, fuhren wir drei los nach San Francisco. Zuerst machten wir einen Stopp in Nappa Valley zum Wein Testing. Wir besuchten zwei Weingüter.

In San Francisco kamen wir gegen Abend an. Die nächsten beiden Tage waren verplant für Besichtigungen in der Stadt und natürlich für die Golden Gate Bridge. Randy führte uns an die schönsten Aussichtsplattformen und in die Berge. Der Hobbyfotograph Randy tobte sich natürlich aus, während Gerry und ich immer mal wieder etwas längere Wandertouren unternahmen.

Am nächsten Tag ging es los zum Yosemite-Nationalpark. Randy hatte für uns das beste Hotel vor Ort gebucht, einfach traumhaft gelegen zwischen den Bergen. 3 Tage Wandern in unberührter Natur. Hier wurde alles geboten was „Schönheit“ ausmacht. Das Wetter spielte auch mit, immer Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Flora und Fauna, es wird wohl unvergessen bleiben.


Erinnerungsbild vor dem El Capitan im Yosemite National Park


Blick vom Glacier Point auf den beeindruckenden Half Dome im Yosemite National Park

Am letzten Tag hatten wir sogar das Glück, dass wir einen Bären sehen konnten, der unmittelbar vor uns in der Natur unterwegs war. Es gab unglaublich viel zu sehen und zu erleben in dieser Gegend. Drei Tage vergingen so schnell, und dann ging es los zum Lake Tahoe. Randy sagte, er hätte dort ein „Ferienhaus“. Das war wohl etwas untertrieben, denn das Anwesen war größer als sein Haus in Sacramento. Er sagte, er benötige dies für die Wochenenden, um von der Arbeit Abstand und den Kopf wieder frei zu bekommen. Mehrmals im Monat zieht er sich hierher zurück. Man hätte noch länger bleiben können, denn auch diese Gegend zeigte seine ganze Schönheit und es gab auch immer viel zu Erzählen.


Am wunderschönen Lake Tahoe

Nach nur einem Tag mussten wir abreisen, denn auch meine Zeit hier in Amerika ging so langsam zu Ende. Am Abend noch eine Einladung zum Abendessen bei einer Freundin von Randys Frau, noch ein paar Lieder zum Abschluss, und dann war schon Zeit zum Kofferpacken. 3.00 Uhr morgens aufstehen, und los ging es zum Flughafen nach Sacramento. Der Flieger startete pünktlich um 6.00 Uhr, der Flug ging dann über Denver nach Frankfurt.

Es war eine beeindruckende Reise für mich, die möglich wurde durch die vielen Aktivitäten, die ich beim FC Viktoria Neupotz mit der Fußballjugend durchführen durfte. Die Freundschaft konnten wir über so viele Jahre erhalten, und ich bin sicher, dass sie ihre Fortsetzung in den nächsten Jahren finden wird.

Ein herzliches Dankeschön an meinen Freund Randy Martin, seine Frau LeeAnn und seinen Bruder Gerry. Ihr seid jederzeit herzlich willkommen in Neupotz.

 


 

 





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Lia, 29.11.2012 um 23:03 (UTC):
Good Morning to All I can't think of better way to start weenekd. Let's see we had great music at a great venue in a great town with great people. I believe that defines a perfect night out. Crew at Record Collector are rare keepers of the live vibe. Expense and elbow grease is worth it. Under the weather Rob Martin showed us phone picture of walking billboard. This kind of face to face promotion is a welcome treat for all generations. Big shows at little store is true. Zero gap between artists and audience has a special magic. Hometown crowd is a blessing to, especially when band shares emotional songs about local hero and events. Thanks to SF and Kieth for world class music. Hats off to Record Collector Bunch. My wife Barbara and I had a blast. Hope to see you again soon. Harry

Kommentar von Jürgen Gehrlein, 14.10.2012 um 17:10 (UTC):
Echt COOL wenn sich 2 Ältere Herren wieder etwas um die Jugend kümmern wollen. Vielen Dank Klaus



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